Was kostet eine Website? Preise, Kostentreiber und versteckte Posten

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Die Preisspanne für „eine Website“ reicht von 0 bis 100.000 Euro. Das hilft niemandem weiter. Dieser Artikel nennt konkrete Größenordnungen und erklärt, wodurch der Preis tatsächlich entsteht.

Realistische Größenordnungen

  • Baukasten in Eigenarbeit: 10 bis 30 € im Monat, dazu Ihre eigene Arbeitszeit – erfahrungsgemäß 20 bis 60 Stunden. Für Vereine und erste Versuche völlig in Ordnung.
  • Landingpage / One-Pager professionell: etwa 1.500 bis 3.000 €. Eine Seite, ein Ziel, individuell gestaltet.
  • Unternehmenswebsite mit fünf bis zehn Seiten: etwa 3.000 bis 8.000 €. Der Bereich, in dem sich die meisten Mittelständler und Selbständigen bewegen.
  • Shop oder individuelles Portal: ab etwa 4.500 €, nach oben offen – abhängig von Produktzahl, Schnittstellen und Sonderfunktionen.

Angebote deutlich unter diesen Werten sind möglich, bedeuten aber fast immer: Standardtemplate mit ausgetauschten Bildern, Ihre eigenen Texte, keine Strategie und keine Betreuung danach.

Die fünf Kostentreiber

  1. Individualität des Designs. Ein angepasstes Template ist günstiger als ein Entwurf von Grund auf. Beides kann richtig sein – ein fertiges Template für eine Marke, die noch keine eigene Bildsprache hat, ist keine schlechte Entscheidung.
  2. Anzahl der Seitenvorlagen. Nicht die Zahl der Unterseiten treibt den Preis, sondern die Zahl unterschiedlicher Layouts. Zwanzig Seiten nach demselben Muster sind günstiger als fünf völlig verschiedene.
  3. Texte. Der am meisten unterschätzte Posten. Professionelle Website-Texte kosten je nach Umfang schnell einen vierstelligen Betrag – sind aber oft der Unterschied zwischen einer Seite, die Anfragen bringt, und einer, die nur schön ist.
  4. Funktionen. Buchungssystem, Kundenbereich, Shop, Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem. Jede Funktion ist ein eigenes kleines Projekt.
  5. Mehrsprachigkeit. Rechnen Sie pro zusätzlicher Sprache mit spürbarem Aufwand – nicht nur für die Übersetzung, sondern auch für Technik und Pflege.

Die laufenden Kosten, die selten im Angebot stehen

  • Hosting: 5 bis 30 € im Monat für Seiten in normaler Größe. Beim günstigsten Anbieter zu sparen, ist der sicherste Weg zu einer langsamen Website.
  • Domain: etwa 10 bis 20 € im Jahr.
  • Wartung: Updates, Backups, Sicherheit – entweder in Eigenarbeit oder als monatlicher Vertrag.
  • Plugin-Lizenzen: Manche Erweiterungen kosten jährlich. Fragen Sie vorher, welche laufenden Lizenzen anfallen.
  • Bildmaterial: Stockfotos oder – besser – ein eigener Fototermin.

Woran Sie ein zu billiges Angebot erkennen

  • Es gibt keine Frage nach Ihren Zielen oder Ihrer Zielgruppe
  • Der Preis steht fest, bevor der Umfang besprochen wurde
  • Hosting und Domain laufen auf den Anbieter, nicht auf Sie
  • Was nach dem Launch passiert, wird nicht erwähnt
  • Die Texte sollen „Sie einfach liefern“, ohne Umfang oder Termin

Die nützlichere Frage

Statt „Was kostet eine Website?“ führt eine andere Frage weiter: Was ist eine Anfrage für mich wert? Wenn ein gewonnener Kunde 3.000 € Umsatz bringt und die Website zwei zusätzliche Anfragen im Monat erzeugt, ist die Rechnung eine völlig andere als bei einem Produkt für 30 €. Diese Zahl kennen Sie – und sie beantwortet die Budgetfrage besser als jede Preisliste.

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