WordPress Relaunch: Die Checkliste, damit Ihre Rankings nicht einbrechen

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Ein Relaunch ist der Moment, in dem Websites am häufigsten Sichtbarkeit verlieren. Nicht weil die neue Seite schlechter wäre – sondern weil beim Umzug technische Details untergehen. Die gute Nachricht: Es sind fast immer dieselben.

Warum Relaunches Rankings kosten

Google hat Ihre alte Seite über Jahre kennengelernt: welche Adresse zu welchem Thema gehört, welche Seite von außen verlinkt wird. Ändern Sie die Adressen, ohne Google den Weg zu zeigen, beginnt diese Arbeit von vorn. Verlinkungen von anderen Websites laufen ins Leere, und die Sichtbarkeit fällt – oft erst zwei bis vier Wochen nach dem Launch, wenn niemand mehr damit rechnet.

Vorher: Bestandsaufnahme

Bevor irgendetwas umgestellt wird, brauchen Sie drei Listen:

  1. Alle aktuellen Adressen Ihrer Website. Aus der Sitemap oder der Search Console. Jede einzelne, auch Impressum und Datenschutz.
  2. Ihre aktuellen Rankings. Ein Export aus der Google Search Console über die letzten drei Monate. Ohne diesen Ausgangswert können Sie nach dem Launch nicht beurteilen, ob etwas schiefging.
  3. Ihre wichtigsten Seiten nach Zugriffen. Diese verdienen beim Umzug die meiste Aufmerksamkeit.

Der Kern: Weiterleitungen

Jede alte Adresse braucht eine 301-Weiterleitung auf ihre inhaltliche Entsprechung. Drei Regeln:

  • Eins zu eins, nicht alles auf die Startseite. Sammelweiterleitungen auf die Startseite wertet Google als Fehlerseite – der Rankingwert geht verloren.
  • 301, nicht 302. 302 bedeutet „vorübergehend“, und Google behält dann die alte Adresse im Index.
  • Keine Ketten. Alt → Zwischenschritt → Neu verliert Wert. Direkt weiterleiten.

Was regelmäßig vergessen wird

  • Die Sperre der Testumgebung. Wenn während der Entwicklung Disallow: / oder noindex gesetzt war, muss das beim Launch weg. Bleibt es stehen, verschwindet die Seite komplett aus Google – der häufigste und teuerste Relaunch-Fehler überhaupt.
  • Blockierte Ressourcen. Sperren Sie in der robots.txt keine CSS-, JavaScript- oder Schriftverzeichnisse. Google rendert Ihre Seite wie ein Browser und sieht sonst eine kaputte Version.
  • Canonical-Angaben, die noch auf die Testadresse zeigen.
  • Interne Links, die weiter auf alte Adressen zeigen – auch in Texten und Buttons.
  • Bild-Adressen. Auch Bilder haben Rankings und Verlinkungen.
  • Seitentitel und Beschreibungen, die beim Umzug auf Standardwerte zurückfallen.

Am Launch-Tag

  1. Weiterleitungen stichprobenartig im Browser prüfen – mindestens die zehn wichtigsten Seiten
  2. Indexierungssperre entfernen und in der robots.txt gegenprüfen
  3. Neue Sitemap in der Search Console einreichen
  4. Alle Formulare testen: kommen die Nachrichten an?
  5. Analyse-Werkzeug und Cookie-Banner prüfen
  6. Startseite mit PageSpeed Insights messen und den Wert notieren

Danach: vier Wochen beobachten

Schauen Sie wöchentlich in die Search Console: Steigt die Zahl der Fehlerseiten? Fallen Impressionen? Ein leichter Rückgang in den ersten zwei Wochen ist normal, weil Google neu einordnen muss. Ein Einbruch um mehr als ein Drittel über vier Wochen ist es nicht – dann fehlen meist Weiterleitungen.

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